Weitensfelder Tor
Spitzname
Das Weitensfelder Tor war liebevoll bekannt als Türlein.
Geschichte
Das Weitensfelder Tor wurde erstmals 1284 urkundlich erwähnt und gehörte zu den vier Stadttoren.
Lage
Es befand sich im nordwestlichen Abschnitt der Stadtmauer und ermöglichte den Zugang zur Weitensfelder Vorstadt.
Architektur & Merkmale
(Basierend auf zwei Kupferstichen, datiert 1649 und 1688)
Ein Kupferstich aus dem Jahr 1649 zeigt, dass das befestigte Weitensfelder Tor keinen Torturm besaß.
Zu dieser Zeit umfasste die Anlage:
– einen in die nordwestliche Zwingermauer eingebauten Zwinger
– eine befestigte Öffnung in der dahinterliegenden Ringmauer (Kurtine)
– einen Durchgang, der den Zwinger mit der Öffnung in der Ringmauer verband
Das befestigte Tor wurde durch einen breiten Wassergraben (20–25 Meter) geschützt, dessen Spuren noch bis Mitte des 18. Jahrhunderts sichtbar waren.
Zusätzlichen Schutz bot ein Türmchen auf der Kurtine (Ringmauer), unmittelbar neben der Toranlage.
Ein weiterer Kupferstich aus dem Jahr 1688 belegt die bauliche Ergänzung eines Torturms. Dieser wurde im späten 17. Jahrhundert im Zuge umfangreicher Verstärkungen der Stadtbefestigung errichtet.
Abtragung | Weitensfelder Tor
Das Weitensfelder Tor wurde im Jahr 1866 im Zuge der Stadterweiterung abgetragen.
Abtragung der vier Stadttore
Alle vier mittelalterlichen Stadttore wurden im 19. Jahrhundert abgetragen:
- Klagenfurter Tor – abgetragen 1851
- Weitensfelder Tor – abgetragen 1866
- Friesacher Tor – abgetragen 1869
- Villacher Tor – abgetragen 1890
Gedenkstein
Ein Gedenkstein markiert die ehemalige Stelle des abgetragenen Weitensfelder Tors.


Inschrift auf dem Stein
Das an der nördlichen Stadtmauer gelegene Weitensfelder Tor (Mühlbacher Tor) war das kleinste unter den Stadttoren, deswegen auch „Türlein” genannt. Es hatte keinen Torturm, sondern wurde durch einen jenseits des Stadtgrabens liegenden, starken Vorwerksturm gesichert








Himmelsrichtungen der vier befestigten Tore
Das Friesacher Tor war nach Nordosten (NO) ausgerichtet.
Das Klagenfurter Tor war nach Südosten (SO) ausgerichtet.
Das Villacher Tor war nach Südwesten (SW) ausgerichtet.
Das Weitensfelder Tor war nach Nordwesten (NW) ausgerichtet.
