Villacher Tor | Befestigter Torturm
Geschichte
Die mittelalterliche Stadtbefestigung geht auf das Jahr 1228 zurück und wurde im 15. und 16. Jahrhundert erheblich verstärkt.
Das Villacher Tor war eines von vier befestigten Stadttoren und wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Die Verteidigungsanlagen des Torturms wurden im 15. Jahrhundert durch den Bau einer Vorwerkbefestigung (Barbakane) verstärkt.
Torturm und Barbakane schützten den südwestlichen Abschnitt der Stadtmauer. Zusätzlichen Schutz bot ein breiter Stadtgraben, der bis ins 19. Jahrhundert erhalten blieb.
Lage
Der Torturm war in den südwestlichen Teil der Stadtmauer eingebunden. Er bildete den Zugang zur Villacher Vorstadt und war zugleich das Tor zu einer bedeutenden Handelsroute zwischen St. Veit und Villach.
Architektur und Ausstattung
Die Fassade des Torturms war mit Wappenskulpturen geschmückt, darunter der kaiserliche Doppeladler und das Kärntner Landeswappen. Die Ausführung stammt von Ulrich Vogelsang und entstand Ende des 16. Jahrhunderts.
Abtragung | Villacher Tor
Alle vier Stadttore, darunter auch das Villacher Tor, wurden zwischen 1851 und 1890 abgetragen. Das Villacher Tor wurde im Jahr 1890 entfernt.
Abtragung der vier befestigten Stadttore
Im 19. Jahrhundert wurden alle vier mittelalterlichen Stadttore abgetragen:
- Klagenfurter Tor – Abtragung 1851
- Weitensfelder Tor – Abtragung 1866
- Friesacher Tor – Abtragung 1869
- Villacher Tor – Abtragung 1890
Gedenkstein
Eine Steinplatte mit Relief und Inschrift markiert die ehemalige Stelle des Villacher Tors.




Himmelsrichtungen der vier befestigten Tore
Das Friesacher Tor war nach Nordosten (NO) ausgerichtet.
Das Klagenfurter Tor war nach Südosten (SO) ausgerichtet.
Das Villacher Tor war nach Südwesten (SW) ausgerichtet.
Das Weitensfelder Tor war nach Nordwesten (NW) ausgerichtet.


Historische Fotografie
Bildquelle: Archiv der Stadtgemeinde St. Veit an der Glan

Impression des Villacher Torsturms
Handretusche auf Fotografie, um 1890
Die vorliegende Handretusche zeigt den Villacher Torsturm vor dessen Abriss im Juli 1896.