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Herzog-Bernhard-Tor und Sudetengasse

Das Herzog-Bernhard-Tor, ein Rundbogentor im südöstlichen Abschnitt der historischen Stadtmauer, wurde im 20. Jahrhundert im Zuge der Stadterweiterung errichtet.

Es öffnet sich zur Sudetengasse, einer reizvollen Straße, die direkt zum Hauptplatz führt. Entlang der Sudetengasse können Besucher ein Stadtmosaik bewundern, ein bemerkenswertes Kunstwerk, das die Stadt Mitte des 18. Jahrhunderts darstellt.

Wer durch das Herzog-Bernhard-Tor schreitet, die Sudetengasse entlangspaziert, und das Mosaik auf sich wirken lässt, gelangt schließlich zum Hauptplatz mit dem eleganten Walther-von-der-Vogelweide-Brunnen.

Bernhard von Spanheim
(geboren um 1176/1181; gestorben 1256)

Bernhard von Spanheim regierte von 1202 bis 1256 als Herzog von Kärnten. Als Sohn von Hermann II. und Agnes von Österreich folgte er seinem Bruder Ulrich II. und baute seine Machtbasis rund um St. Veit, Klagenfurt und Völkermarkt auf.

Als geschickter Politiker unterstützte er die Hohenstaufen und prägte die städtische und wirtschaftliche Entwicklung. Er verlegte Klagenfurt, verlieh der Stadt 1252 das Stadtrecht und gründete eine Münzstätte in St.Veit. Zudem sicherte er wichtige Alpenpässe und gründete 1234 das Zisterzienserkloster Mariabrunn.

Bernhard heiratete Judith von Böhmen; aus der Ehe gingen vier Kinder hervor, darunter Ulrich III. und Philipp, die später führende kirchliche Ämter bekleideten. Er starb 1256 in Völkermarkt und wurde in St.Paul im Lavanttal beigesetzt.

Da er keine überlebenden männlichen Erben hinterließ, bestimmte er Markgraf OttokarIII. von Böhmen zu seinem Nachfolger, was das Ende der Spanheim-Macht einleitete.