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Heiliger Nepomuk | Nischenbildstock

Die barocke Figur des heiligen Johannes Nepomuk am Schillerplatz ist als Nischenbildstock gestaltet und wurde im Jahr 1894 errichtet.

Im Inneren befindet sich eine lebensgroße Statue des Heiligen, die bereits im Jahr 1730 vom Bildhauer Georg Hittinger geschaffen wurde.

Standort: Der Nischenbildstock befindet sich heute am Schillerplatz gegenüber der Volksschule. Ursprünglich stand diese Skulptur auf einem Brückenpfeiler beim Friesacher Tor.

Künstler & Herstellungsdaten

Die lebensgroße Statue im Inneren stammt von Johann Georg Hittinger und wurde bereits 1730 geschaffen.

Die Nischenbildsäule selbst wurde später, im Jahr 1894, errichtet, um die ältere Statue zu schützen und besonders zu präsentieren.

Restaurierung & Pflege

Im Juni 2022 wurde die Nepomuk-Figur umfassend restauriert.

Die Arbeiten übernahm Werner Campidell im Auftrag des örtlichen Verschönerungsvereins, unter der Leitung von Dr. Ulrich Suppan.

Am 1. Juli 2022 fand die feierliche Segnung der restaurierten Statue auf dem Schillerplatz statt.

Kurzüberblick

Statue

1730, Johann Georg Hittinger

Nischenbildstock

1894 errichtet

Restaurierung

2022 durch Werner Campidell

Standort früher

Brückenpfeiler am Friesacher Tor

Standort heute

Schillerplatz, gegenüber Volksschule

Wer war der heilige Nepomuk?

Der heilige Johannes Nepomuk war ein böhmischer Priester und Märtyrer, der im 14. Jahrhundert lebte. Er wurde um das Jahr 1345 in Pomuk (heute Nepomuk) im heutigen Tschechien geboren und war später Generalvikar der Erzdiözese Prag.

Einer bekannten Überlieferung zufolge wurde er im Jahr 1393 auf Befehl des böhmischen Königs Wenzel IV. verhaftet, gefoltert und schließlich von der Karlsbrücke in Prag in die Moldau gestürzt, wo er ertrank. Der Legende nach weigerte er sich, das Beichtgeheimnis der Königin zu verraten, weshalb er den Märtyrertod erlitt. Historisch betrachtet könnte sein Tod jedoch auch auf politische Spannungen zwischen dem König und der Kirche zurückzuführen sein.

Johannes Nepomuk wurde 1729 von Papst Benedikt XIII. heiliggesprochen. Er gilt als Schutzpatron des Beichtgeheimnisses sowie als Helfer gegen Verleumdung, Wassernot und Gefahren des Ertrinkens. In vielen Regionen Mitteleuropas, insbesondere in Österreich, Tschechien und Süddeutschland, finden sich seine Statuen häufig auf Brücken oder in Flussnähe.

Er wird oft mit einem Kreuz, einem Heiligenschein aus fünf Sternen und einem Finger vor dem Mund dargestellt.