Stadtmauer
Die Stadtbefestigung von Sankt Veit an der Glan in Kärnten wurde erstmals im Jahr 1228 urkundlich erwähnt. Ihre heute noch erhaltene Substanz stammt größtenteils aus dem 15. Jahrhundert. Die Stadtmauer, die stellenweise bis zu 1,7 Meter dick ist, ist auf einer Länge von über 1000 Metern erhalten und erreicht eine durchschnittliche Höhe von rund zehn Metern. Der vorgelagerte Wassergraben, einst zwischen 20 und 25 Meter breit, wurde trockengelegt, blieb jedoch größtenteils unverbaut.
Im Zuge der Weiterentwicklung der Waffentechnik wurde die Befestigungsanlage im 16. Jahrhundert umfassend verstärkt. Es entstand ein rund sieben Meter breiter Zwinger, der durch sogenannte Schalentürme zusätzlich gesichert wurde. An der nordwestlichen Ecke der Anlage hat sich ein stark erneuerter Basteiturm als vorgelagerter Rundbau erhalten; ein in das Mauerwerk eingelassener Stein trägt die Jahreszahl 1532. Auch die sogenannte Herzogsburg wurde in die Befestigung integriert. Die vier ursprünglich turmbewehrten Stadttore wurden zwischen 1851 und 1890 abgetragen; die heute sichtbaren Tore in der Stadtmauer stammen aus dem 20. Jahrhundert.
Denkmalschutz
Die Stadtmauer steht unter Denkmalschutz. Die etwa zehn Meter hohe Befestigungsmauer aus dem 15. Jahrhundert ist heute auf über einen Kilometer Länge erhalten.
Südöstliche Ecke der Stadtmauer | Bildergalerie 1


Südöstlicher Abschnitt der Stadtmauer neben dem Skulpturenpark | Bildergalerie 2





Feuerwehrtor und angrenzende Stadtmauer | Bildergalerie 3





Posttor und angrenzende Stadtmauer | Bildergalerie 4


Herzog-Bernhard-Tor und angrenzende Stadtmauer | Bildergalerie 5







Nordwestlicher Abschnitt der Stadtmauer neben dem Grabengarten | Bildergalerie 6







Nordwestlicher und westlicher Abschnitt der Stadtmauer neben dem Rosengarten | Bildergalerie 7



Stadtmauer | Bildergalerie 8


Stadtmauer | Fakten, Übersicht
Ersterwähnung: Die mittelalterliche Stadtmauer von Sankt Veit an der Glan wurde erstmals im Jahr 1228 urkundlich erwähnt.
Verstärkung: Die Befestigungsanlage stammt größtenteils aus dem 15. Jahrhundert. Bedeutende Verstärkungen erfolgten im 16. Jahrhundert.
Länge: Über 1 km der Mauer ist in mehreren Abschnitten bis heute erhalten.
Dicke und Höhe: Die Mauer ist bis zu 1,7 m dick und etwa 10 m hoch.
Graben und Zwinger: Der ursprüngliche Stadtgraben (20–25 m breit) wurde trockengelegt und blieb größtenteils unbebaut. Im 16. Jahrhundert wurden ein sieben Meter breiter Zwinger und runde Bastionstürme hinzugefügt. Der Bastionsturm an der nordwestlichen Ecke ist noch erhalten und trägt die Jahreszahl 1532.
Herzogburg: Die sogenannte Herzogburg aus dem 13. Jahrhundert wurde an der nordöstlichen Ecke in die Stadtmauer integriert.
Vier befestigte Stadttore: Die mittelalterliche Stadt war über vier befestigte Tore zugänglich. Alle Tore wurden zwischen 1851 und 1890 abgerissen.
Moderne Tore: Alle heutigen Tore stammen aus dem 20. Jahrhundert.
Heutige Nutzung: Viele Mauerabschnitte bilden heute die Rückwände historischer Wohnhäuser. Der ehemalige Graben dient als öffentlicher und privater Garten. Diese Gärten sind durch Durchgänge in der Mauer zugänglich.
Mehr erfahren | Befestigte Stadtmauer und Verteidigungssystem
Die Stadtmauer von Sankt Veit an der Glan wurde erstmals im Jahr 1228 urkundlich erwähnt – nach der Verleihung des Stadtrechts im Jahr 1224 unter Herzog Bernhard von Spanheim.
Die heute noch erhaltene Mauer wurde größtenteils im 15. Jahrhundert errichtet. Sie erstreckt sich über mehr als 1.000 Meter, erreicht eine Höhe von etwa 10 Metern und ist bis zu 1,7 Meter dick.
Im 16. Jahrhundert führte die Verbreitung von Feuerwaffen zu umfangreichen Ausbauten der Befestigungsanlagen: So wurde ein sieben Meter breiter Zwinger mit Bastionstürmen hinzugefügt. Ein restaurierter Bastionsturm an der nordwestlichen Ecke trägt die Jahreszahl 1532.
An der nordöstlichen Ecke steht die sogenannte Herzogburg – ein integrierter Teil der Stadtmauer. Ihr Kern stammt aus dem 13. Jahrhundert; zwischen 1523 und 1529 wurde sie umfassend umgebaut, um als herzogliches Zeughaus zu dienen. Sie verfügt über einen fünfstöckigen Eckturm, Arkadentrakte und eine bemalte Sonnenuhr aus dem Jahr 1529.
Vier befestigte Stadttore gehörten zur mittelalterlichen Verteidigungsanlage. Diese Tore wurden zwischen 1851 und 1890 abgetragen. Die heutigen Tore stammen aus dem 20. Jahrhundert.
Der ursprüngliche Stadtgraben, einst 20 bis 25 Meter breit, wurde trockengelegt und ist heute weitgehend als Grünzone mit privaten Gärten erhalten. An vielen Stellen ist die Stadtmauer noch Teil der historischen Bausubstanz.
Im Jahr 1292 wurde Sankt Veit von salzburgischen und heunburgischen Truppen angegriffen – die Mauer erlitt dabei Schäden. Verheerende Brände in den Jahren 1374 und 1497 machten einen Wiederaufbau und eine weitere Verstärkung der Befestigungsanlagen notwendig.
Heute stellt die mittelalterliche Mauer ein eindrucksvolles Beispiel spätmittelalterlicher Stadtverteidigung in Kärnten dar. Über einen Kilometer ist noch erhalten, der ehemalige Grabenbereich dient größtenteils als grüne Pufferzone, und viele Mauerabschnitte sind in bestehende Gebäude integriert.
Historische Fotografie
Bildquelle: Archiv der Stadtgemeinde St. Veit an der Glan

Stadtmauer (Nordwestabschnitt)
Fotografiert im Jahr 1966