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Münzturm

Seit dem 13. Jahrhundert spielte St. Veit an der Glan eine bedeutende wirtschaftliche Rolle für die Herzöge von Kärnten.

Eine zentrale Stellung nahm dabei die Münzstätte der Stadt ein, in der bereits in den letzten Jahrzehnten des 12. Jahrhunderts Münzen geprägt wurden.

Der sogenannte Münzturm, ein markantes historisches Bauwerk im Nordwesten außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern, könnte in Zusammenhang mit dieser Münzprägung stehen. Es wird angenommen, dass dieser Standort im Mittelalter als Teil der Münzstätte diente und somit einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt leistete. 

Alternativ dazu wird er in der Forschung als Vorwerk der eigentlichen Verteidigungsanlage der Stadt gesehen – einen ähnlichen Turm gab es auch an der Nordseite der Stadt, der als bürgerliche Schießstätte diente. Die zwei Türme wurden wohl im 16. Jahrhundert errichtet, um das die eigentliche Befestigung überhöhende Vorgelände der Stadt besser einsehen und kontrollieren zu können.

Herzogliche Münzstätte in St. Veit an der Glan

Die herzogliche Münzstätte in St. Veit an der Glan wurde ab 1205 eingerichtet und bestand bis 1725.

Unter Herzog Bernhard von Spanheim erlebte die Stadt eine Blütezeit, die auch die Errichtung der Münzstätte umfasste.

Hier wurden unter anderem die älteste erhaltene Münze mit deutscher Inschrift im Jahr 1220 geprägt.

St. Veit war einst nicht nur eine florierende Bergbau- und Münzstätte, sondern auch eine Kunst- und Kulturstadt.

Details zur Münzgeschichte

Erste Blütezeit:
Um 1205 verlegte Herzog Bernhard von Spanheim den Münzsitz nach St. Veit, was eine Blütezeit der Stadt einleitete.

Älteste deutsche Inschrift:
Im Jahr 1220 wurde in der Münzstätte die älteste bekannte Münze mit einer deutschen Inschrift geprägt.

Bedeutung:
Die Münzstätte trug zur wirtschaftlichen Bedeutung und zum Reichtum der Stadt bei und war ein Zeugnis ihrer einstigen Macht.

Ende der Münzprägung:
Der Betrieb der herzoglichen Münzstätte endete im Jahr 1725.