Pestsäule
Die marmorne Pestsäule in der Mitte des Platzes wurde 1715/1716 von Angelo de Putti errichtet und besteht aus Marmor aus St. Veit. Sie steht auf einem achteckigen Stufensockel, der von einer Balustrade mit Pinienzapfen sowie zwei kerzenhaltenden Putten eingefasst ist.
Darauf folgt ein zweigeschossiger, quadratischer Aufbau, der von einem dreiseitigen Obelisken abgeschlossen wird, welcher vom Auge Gottes bekrönt wird. Am Fuße des Obelisken sitzen die Figuren von Gottvater und Gottsohn, darüber ist die Heilig-Geist-Taube dargestellt.
An der Ostseite der Säule befindet sich ein Tischaltar mit der Grabfigur der heiligen Rosalia, die seit dem 17. Jahrhundert als Pestheilige besonders verehrt wird.
An der Nordseite befindet sich eine Erinnerungstafel an den Grund der Errichtung der Säule. Man bittet darauf um göttlichen Segen, um nicht wieder von der Pest heimgesucht zu werden.
Die Westseite zeigt ein Medaillon mit dem heiligen Vitus im Kessel, umrahmt vom habsburgischen Doppeladler.
An der Südseite ist eine Huldigung für den Landesfürsten und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Karl VI., angebracht.
Auf dem breiten Gesims stehen die Statuen der Maria Immaculata, der Pestheiligen Sebastian und Rochus sowie der Heiligen Karl Borromäus und Johannes Nepomuk. Darüber ist ein Relief der Heiligen Dreifaltigkeit zu sehen.
























Historische Fotografie
Bildquelle: Archiv der Stadtgemeinde St. Veit an der Glan

Pestsäule
Fotografiert um 1975