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Lügenbrückl

Am Ende der Spitalgasse befand sich einst das Lügenbrückl, eine kleine Brücke, die den Hauptplatz mit dem Unteren Platz verband. Unter ihr floss der sogenannte „Feuerbach“, ein Wasserlauf, wie ihn jede mittelalterliche Stadt brauchte.

Doch das unscheinbare Bauwerk war mehr als nur ein Übergang: Es wurde zu einem beliebten Treffpunkt der Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner. Hier plauderte man, tauschte Neuigkeiten aus – und erzählte, so heißt es, nicht immer ganz wahre Geschichten. Deshalb erhielt die Brücke ihren scherzhaften Namen: „Lügenbrückl“, die Lügnerbrücke.

Heute existiert die Brücke nicht mehr. Der Name jedoch lebt weiter und erinnert an die lebendige Alltagskultur im historischen Stadtzentrum.

Historischer Hintergrund

Das Lügenbrückl überquerte wahrscheinlich einen alten Wasserlauf, der die beiden Plätze trennte. Auf Stadtplänen des 18. und 19. Jahrhunderts war die Verbindung noch angedeutet. Mit der zunehmenden Verfüllung des Grabens und der Neugestaltung des Stadtzentrums verschwand die Brücke, doch der Name blieb im kollektiven Gedächtnis erhalten.

Text auf dem Schild

Zwischen diesen Häusern floß ein Bach. Auf der Brücke, die den Hauptplatz mit dem unteren Platz verband, trafen sich die St. Veiter zum Plausch. Da vieles davon unwahr war, bekam der Ort den Namen „Lügenbrückl“.​