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Westlicher Basteiturm

Der Basteiturm befindet sich an der westlichen Ecke der mittelalterlichen Stadtmauer von St. Veit an der Glan. Er war für die stationäre Aufstellung von Geschützen vorgesehen.

In den Jahren 1531 bis 1534, wurden die Verteidigungsanlagen der Stadt umfassend verstärkt. Eine sieben Meter breite Zwingermauer sowie drei Eckbastionen kamen hinzu. Die Befestigungsanlage umschloss die Altstadt vollständig.

Der westliche Basteiturm ist das letzte erhaltene Zeugnis der einstigen Bastionen. Die beiden anderen sind im Laufe der Zeit verloren gegangen.

Baujahr und Restaurierung

Der zylindrische Basteiturm an der Westecke trägt einen Schlussstein mit der Jahreszahl „1532“. Er wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach restauriert.

Eckbastionen des 16. Jahrhunderts

Drei Eckbastionen wurden im 16. Jahrhundert errichtet, um die Stadtmauer zu verstärken.

Die Baujahre lauten wie folgt:
Eckbastion West: 1532
Eckbastion Süd: zwischen 1531 und 1534
Eckbastion Ost: zwischen 1531 und 1534

Diese Bastionen waren in den Zwingerwall eingebunden. Nur die westliche Bastion ist bis heute erhalten; die beiden anderen sind nicht mehr vorhanden.

Architektonische Merkmale
(Nach einem Kupferstich aus dem Jahr 1649)

Ein runder Basteiturm besetzt die Westecke. Er ist in die Zwingermauer integriert.

Der Unterbau des Turms ist breit und rund ausgeführt.

Zwei Fensterreihen deuten auf zwei Geschützplattformen hin. Die untere Plattform weist weit auseinanderliegende Fenster auf, während jene der oberen Plattform enger gesetzt sind.

Die Anordnung der Öffnungen ermöglicht einen Feuerwinkel von 270 Grad.

Der Turm wird von einem konischen Dach bekrönt.

Architektonische Merkmale
(Basteiturm, heute)

Der westliche Basteiturm ist ein massives, zylindrisches Bauwerk mit einem konischen Dach.

Er besteht aus grob behauenen, unregelmäßig geformten Feldsteinen, die in ungleichmäßigen Lagen vermauert wurden. Dies verleiht dem Mauerwerk einen rustikalen und zugleich robusten Charakter. Die Mauern sind auffallend dick und von kleinen, quadratischen Öffnungen durchbrochen. Ein markantes Rundbogenportal mit Steinrahmung gewährt Zugang.

Die wenigen Fenster sind klein und für Verteidigungszwecke ausgelegt.

Das konische Dach ist mit Holzschindeln gedeckt und wird von einer Metallspitze mit Wetterfahne bekrönt.

Efeu und andere Vegetation überwuchern stellenweise das Mauerwerk. Ein hölzerner Steg führt zum Eingang und weist auf eine moderne Erschließung hin.

Historische Fotografien
Bildquelle: Archiv der Stadtgemeinde St. Veit an der Glan

Basteiturm im Winter
Fotografie, um 1970 entstanden

Renovierung des Dachstuhls vom Basteiturm
Fotografie aus dem Jahr 1969