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Bahnhof St. Veit

Der Bahnhof St. Veit wurde nach den Plänen des Architekten Hans Granichstadten im sog. Heimatstil – einer regional geprägten Architekturrichtung, die traditionelle Bauformen mit modernen Elementen vereint- errichtet und 1912 eröffnet.  Das eindrucksvolle Empfangsgebäude ist geprägt von einem hohen, markanten Uhrturm mit einem oktogonalen Laternenaufsatz, steilen Dächern, dekorativen Giebeln sowie von Jugendstilelementen im Inneren.

Die Bahnsteigüberdachungen bestehen aus filigranen, gusseisernen Konstruktionen, die farblich an die Bauten der Wiener Stadtbahn erinnern.

Insgesamt wurde der Bahnhof ursprünglich als wichtiger Verkehrsknotenpunkt errichtet, der St. Veit an der Glan an das nationale Eisenbahnnetz anschloss und dadurch den Waren- und Personenverkehr erheblich erleichterte. Mit bis zu 450 Beschäftigten war der Bahnhof ein bedeutender Arbeitgeber und trug maßgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt bei.

Zwischen 2013 und 2015 wurde das historische Bahnhofsgebäude unter Einbindung des Denkmalschutzes umfassend restauriert. Historische Details wie die grün gestrichenen Fenster und Türen sowie der originalgetreu erhaltene Fußgängertunnel mit seinen zweifarbigen Kacheln blieben bewahrt. Zusätzlich wurden barrierefreie Personenlifte eingebaut, die den Zugang zu den Bahnsteigen deutlich erleichtern.

Der Bahnhof verfügt heute über einen Seitenbahnsteig und zwei Mittelbahnsteige, die durch eine Unterführung miteinander verbunden sind. Er befindet sich nordöstlich des Stadtzentrums; direkt am Bahnhofsvorplatz befinden sich Autobushaltestellen.

Heute steht das Gebäude unter Denkmalschutz und gilt als eines der schönsten Beispiele des Heimatstils im österreichischen Eisenbahnbau.

Der Bahnhof bietet regionale und überregionale Zugverbindungen, darunter Direktverbindungen nach Wien und Villach, und bleibt somit ein zentraler Verkehrsknotenpunkt für Einheimische wie auch Reisende.

Gedenktafel am Eingang des Bahnhofs

Diese Gedenktafel befindet sich am Haupteingang des Bahnhofs. Sie ehrt sieben Eisenbahnbedienstete der Stadt, die dem NS-Regime Widerstand leisteten und am 30. Juni 1942 hingerichtet wurden. Die Inschrift bezeichnet sie als aufrechte Österreicher und treue Kämpfer für Freiheit und Demokratie.

Geehrt werden: Michael Essmann, Ludwig Höffernig, Josef Kuchler, Peter Schlömmer, Andreas Waste, Karl Zimmermann und Maximilian Zitter.