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Kalvarienbergkirche „Maria Loretto“

Lage

Die Kalvarienbergkirche Maria Loretto steht auf einem Hügel nordwestlich von St. Veit an der Glan.

Panoramablick

Die Kalvarienbergkirche ist ein beliebtes Ausflugsziel für Bergwanderer und Spaziergänger. Sie bietet schattige Wege, Sitzbänke und einen Panoramablick über die Stadt und die umliegende Landschaft. Das Areal umfasst etwa drei Hektar Waldfläche und bietet einen ruhigen Ort zum Entspannen und Nachdenken.

Stiftung und Bau

Die Kalvarienbergkirche wurde von Ruep Felsensteiner, damals Bürgermeister von St. Veit, gestiftet und 1658 erbaut. Sowohl er als auch seine Frau ruhen in einer Gruft innerhalb der Kirche.

Ost-West-Ausrichtung

Die Kirche ist entlang einer Ost-West-Achse errichtet.

Am westlichen Ende der Kirche befindet sich ein hölzernes Baldachin, unter dem eine barocke Kreuzigungsgruppe (1729) aus der Werkstatt von Johann Pacher aufgestellt ist.

Die flache Ostfassade ist mit geschwungenen Giebeln gestaltet.

Gebäude

Der Grundriss der Kirche ist rechteckig.

Der Kirchturm, der sich am östlichen Ende des Gebäudes befindet, ist mit einem Zwiebeldach bekrönt.

Die eisernen Türen an der Nord– und Südseite ermöglichen den Zugang zum Innenraum.

Innenraum

Der Kirchenraum ist eine fensterlose Halle mit einer Tonnengewölbedecke.

Im Osten liegt eine Sakristei mit Kreuzrippengewölbe.

Der Marienaltar der Kirche stammt ebenfalls aus der Werkstatt Pachers.

Weitere Ausstattungsstücke im Innenraum sind:
– ein kleiner freistehender Tabernakelaltar mit den Aposteln Petrus und Paulus (Johann Pacher, 1756)
– eine Skulptur des „Gnadenstuhls
– eine „Schwarze Madonna“.

Viele Loretto-Kirchen verehren die Heilige Maria, wobei die Schwarze Madonna häufig das Zentrum der Marienverehrung bildet. Daher finden sich in Loretto-Kirchen oft Darstellungen der Schwarzen Madonna.

Restaurierungsarbeiten

In den Jahren 1990–1991 wurden die ursprünglichen barocken Wandmalereien, einschließlich Ziegelmusterdekorationen und Heiligenfiguren, freigelegt.

Barocke Kreuzigungsgruppe 

Die barocke Kreuzigungsgruppe, 1729 geschaffen, ist ein polychromes Holzensemble, das Christus am Kreuz zeigt, flankiert von der Jungfrau Maria und dem Evangelisten Johannes. Das Werk wird der Werkstatt des Holzbildhauers Johann Pacher aus dem 18. Jahrhundert zugeschrieben.

Nach dem Diebstahl der ursprünglichen Kreuzigungsgruppe aus der Kalvarienbergkirche erwarb die Pfarre als Ersatz das Pacher-Ensemble aus dem Dominikanerkloster in Friesach.

Historische Fotografie
Bildquelle: Archiv der Stadtgemeinde St. Veit an der Glan

Kreuzigungsgruppe an der Kalvarienbergkirche
Fotografie, um 1960 entstanden