Fundergebäude Glandorf
Ein Ort industrieller Entwicklung und moderner Architektur
Im südlichen Stadtteil Glandorf, der seit 1890 zur Stadt St. Veit an der Glan gehört, befindet sich ein bedeutendes Beispiel regionaler Industriegeschichte: das sogenannte Fundergebäude. Hier nahm die Entwicklung eines Unternehmens ihren Anfang, das sich später unter dem Namen FunderMax europaweit einen Namen in der Holzwerkstoffindustrie machte.
Die Wurzeln reichen bis ins späte 19. Jahrhundert zurück, als an diesem Standort ein Sägewerk errichtet wurde. Bald darauf folgte die Produktion von Papier und später von Holzfaserplatten – ein innovativer Schritt, der maßgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region beitrug.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden Teile des Werks durch Bombentreffer beschädigt. Der Wiederaufbau in der Nachkriegszeit leitete eine neue Ära ein, die auch architektonisch bemerkenswert war: In den 1980er-Jahren entstand das sogenannte Funderwerk II. Es wurde vom bekannten Architekten Günther Domenig entworfen und gilt mit seiner geschwungenen Stahlfassade als bedeutendes Beispiel zeitgenössischer Industriearchitektur. Das Gebäude wird heute als Veranstaltungsort unter dem Namen Fundernovum genutzt.
Das Gelände ist nach wie vor ein aktiver Industriestandort, beherbergt aber auch kulturelle Einrichtungen und ein Kompetenzzentrum für Holzverarbeitung.
Kurzinformationen
Entstehung | ab 1890: Sägewerk, Papierproduktion, Holzfaserplatten |
Architektur | Moderne Industriearchitektur (u. a. Günther Domenig, 1988) |
Historische Ereignisse | Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg, Wiederaufbau in den 1950er-Jahren |
Nutzung heute | Industrieproduktion, Fundernovum (Kultur & Events), Kompetenzzentrum |
FunderMax Industriegebäude

FunderMax Vordergebäude








Historische Fotografie
Bildquelle: Archiv der Stadtgemeinde St. Veit an der Glan

Fa. Funder
Fotografiert im Jahr 1966