Schulzentren
Geschichte und Lage
An der Dr.-Arthur-Lemisch-Straße im Norden der Stadt hat sich ein eigener Bildungscampus entwickelt. Hier liegen das Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium (BG/BRG), die Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (HLW), die Mittelschule St. Veit und die Fachberufsschule St. Veit in unmittelbarer Nachbarschaft. Im weiteren Umfeld befindet sich auch der Kelag-Ausbildungscampus für Lehrlinge. Gemeinsam bilden sie den wichtigsten Schulstandort für Jugendliche aus Stadt und Bezirk.
Die höheren Schulen waren ursprünglich in anderen Gebäuden untergebracht. Aufgrund der beengten Verhältnisse in der alten Volksschule entschied man sich in den 1980er-Jahren zum Bau eines Bundesschulzentrums für Gymnasium und HLW. 1984 konnten beide Schulen in den Neubau einziehen, 1985 folgte ein Trakt für die Unterstufe und eine große Dreifachturnhalle mit Freiluft-Sportanlagen. In den 1990er-Jahren und zuletzt 2012/13 wurde der Standort nochmals erweitert und umgebaut, um zusätzliche Klassenräume zu gewinnen. Die heutige Mittelschule und die Kelag Lehrlingsschule wurden in den 1950er-Jahren erbaut. Die Fachberufsschule öffnete 1967.
Gymnasium und HLW – Höhere Bildung im Bundesschulzentrum
Das BG/BRG St. Veit entwickelte sich seit den 1960er-Jahren aus einer Außenstelle eines Klagenfurter Gymnasiums zu einer eigenständigen AHS mit sprachlichen und naturwissenschaftlichen Schwerpunkten. Heute besuchen mehrere hundert Schülerinnen und Schüler die Schule; moderne Fremdsprachen, digitale Bildung und Zusatzangebote wie Vertiefungskurse oder Projektunterricht prägen das Profil.
Die HLW St. Veit ist eine berufsbildende höhere Schule mit wirtschaftlicher Ausrichtung. Allgemeinbildung wird hier mit kaufmännischer Ausbildung, Sprachen, Projektmanagement und praktischen Fächern wie Ernährung, Tourismus und Kreativität verbunden. Praxisphasen und Kooperationen mit Betrieben der Region bereiten die Jugendlichen auf Studium und Beruf vor.
Mittelschule St. Veit – Fundament der Allgemeinbildung
Nur wenige Schritte vom Bundesschulzentrum entfernt liegt die Mittelschule St. Veit. Sie knüpft an die Tradition der früheren Hauptschule an und ist heute eine moderne Schule für 10- bis 14-Jährige. Im Mittelpunkt stehen solide Allgemeinbildung, digitale Kompetenzen, soziale Förderung und sportliche sowie kreative Angebote. Viele Jugendliche wechseln nach Abschluss entweder in eine Lehre, eine Fachschule oder an eine der höheren Schulen am Campus.
Fachberufsschule St. Veit – Berufsschule für viele Lehrberufe
Die Fachberufsschule St. Veit an der Glan liegt ebenfalls an der Dr.-Arthur-Lemisch-Straße und ist die Berufsschule für Lehrlinge aus einem großen Einzugsgebiet. Sie gilt als moderne, zukunftsorientierte Schule und bildet derzeit Lehrlinge in rund zwei Dutzend verschiedenen Lehrberufen aus.
Angeboten werden unter anderem Lehrberufe aus den Bereichen Chemie, pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz, Drogerie, Metalltechnik, Büro und Verwaltung, Finanz- und Rechnungswesen sowie Informationstechnologie. Ein besonderer Schwerpunkt liegt – in enger Zusammenarbeit mit dem Kelag-Ausbildungscampus – im Bereich Elektrotechnik. Auch neue Berufsbilder wie Applikationsentwicklung – Coding, Labortechnik oder Medienfachfrau/-mann sind hier beheimatet.
Neben dem fachlichen Unterricht setzt die Schule auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekte und ist mit dem Österreichischen Umweltzeichen und anderen Schulprogrammen ausgezeichnet.
Kelag-Ausbildungscampus – Technik für die Praxis
Zum Bildungsstandort im weiteren Sinn gehört der Kelag-Ausbildungscampus. Hier absolvieren Lehrlinge des Energiekonzerns Kelag und der Kärnten Netz AG ihre praktische Ausbildung in modern ausgestatteten Werkstätten. Ausgebildet wird unter anderem im Lehrberuf Elektrotechnik, der in Kombination mit der Fachberufsschule ein starkes technisches Ausbildungsangebot in St. Veit bildet.
Programme wie „Lehre mit Matura“, interne Weiterbildung und Zusatzqualifikationen eröffnen den Jugendlichen zusätzliche Bildungswege – bis hin zum späteren Studium.








