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Stadtpfarrkirche

Einführung

Die Pfarrkirche im Zentrum von St. Veit an der Glan ist dem heiligen Veit geweiht. Seit dem 18. Jahrhundert trägt sie zusätzlich die Widmung zur Heiligen Dreifaltigkeit.

Romanischer Ursprung und Grundstruktur

Der Bau entstand ursprünglich als flach gedeckte Pfeilerbasilika im romanischen Stil um 1200. Er war fünfachsig und dreischiffig. Im Osten schloss er mit drei runden Apsiden ab.

Heute Außenansicht

Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1829 wurde die Kirche umfassend restauriert. Die Seitenschiffe wurden erhöht und Emporen eingebaut. So erhielt sie ihr heutiges Erscheinungsbild.

An der Fassade sind zahlreiche Grabsteine aus dem 15. bis 18. Jahrhundert eingemauert. Sie stammen vom ehemaligen Friedhof.

Chorturm

Der Turm steht über dem Chor. Sein quadratischer Unterbau geht in einen achteckigen Aufbau über. Die Spitze trägt einen neugotischen Helm aus der Zeit von 1884 bis 1891. Dieser wurde 1961 bei einer Restaurierung vereinfacht.

Bauwerk | Innen

Das Langhaus zeigt typische romanische Merkmale. Die schweren Rundbogenarkaden stammen aus der Gründungszeit.

Im 14. und 15. Jahrhundert wurden Kreuzrippen‑ und Sterngewölbe eingebaut.

Das nördliche Seitenschiff besitzt ein Kreuz‑ oder Sterngewölbe.

Im südlichen Seitenschiff entstanden nach dem Brand neue Kreuzgratgewölbe.

Die drei ursprünglichen Apsiden wurden abgetragen. Heute schließt der Chor mit einem einzelnen Joch in Mittelschiffbreite und einem 5/8‑Schluss mit spätgotischem Sternrippengewölbe.

Fresken

1959 wurden im südlichen Seitenschiff Fresken aus dem Jahr 1406 freigelegt und in den Chor übertragen. Dargestellt sind das Martyrium des heiligen Achatius, eine Madonna mit dem heiligen Wolfgang sowie der heilige Antonius mit einem Stifterpaar.

In den Jahren 1987 und 1989 entdeckte man im Mittelschiff spätgotische Fresken von etwa 1450. Zu sehen sind Evangelistensymbole, musizierende Engel, die vier lateinischen Kirchenväter sowie zahlreiche Heiligenfiguren.

Hochaltar

Der barocke Hochaltar wurde 1752 von Johann Pacher geschaffen. Es handelt sich um einen reich geschnitzten Baldachinaltar mit Opfergangsportalen.
Die zentrale Figurengruppe zeigt die Muttergottes zwischen den Heiligen Klara und Dominikus.

Kreuzaltar

Im nördlichen Seitenschiff steht ein Kreuzaltar aus dem Jahr 1745, ebenfalls von Johann Pacher.
Er zeigt eine Pietà (Vesperbild) mit dem heiligen Rupert und flankierenden Heiligenfiguren.

Florianialtar

Im südlichen Seitenschiff befindet sich ein Altar von 1747, ebenfalls ein Werk von Pacher.
Das Altarbild zeigt den heiligen Florian mit einer Ansicht der Stadt St. Veit. Seitlich stehen geschnitzte Heiligenfiguren.

Kanzel

Die Kanzel stammt aus dem Jahr 1734 und wird Johann Pacher zugeschrieben.
Sie kam ursprünglich aus der Klosterkirche. Der Kanzelkorb zeigt in Nischen die vier Evangelisten.

Historische Fotografien
Bildquelle: Archiv der Stadtgemeinde St. Veit an der Glan

Kirchplatz, Blick nach Norden
Ansichtskarte, 1902

Diese Ansichtskarte zeigt den Blick nach Norden über den Kirchplatz. Im Vordergrund erkennt man das Beinhaus; im Hintergrund erhebt sich der Turm der Pfarrkirche.

Das Bild wurde mit der handkolorierten Fotografie hergestellt, die zu dieser Zeit weit verbreitet war.

Portal der Stadtpfarrkirche
Fotografie, um 1960

Portal der Stadtpfarrkirche
Fotografie, um 1965

Der Turm der Stadtpfarrkirche
Fotografiert im Jahr 1952

Dieses Foto zeigt den Turm der Stadtpfarrkirche vor seiner Renovierung.

Steinerne Madonna-Statue in der Stadtpfarrkirche

Die Statue befand sich ursprünglich in der Klosterkirche.