Friesacher Tor
Das Friesacher Tor bildete den nordöstlichen Zugang zur mittelalterlichen Stadt. Es war stark befestigt und galt als das wehrhafteste Tor von St. Veit an der Glan.
Historischer Hintergrund | Errichtung und Verstärkung
Das Friesacher Tor war eines von vier mittelalterlichen Befestigungstoren, die in die Stadtmauer von St. Veit an der Glan eingebunden waren.
Errichtet wurde es im 13. Jahrhundert. Im 15. Jahrhundert erfolgte eine erste Verstärkung. Im 16. Jahrhundert wurde das Tor erneut verstärkt, gemeinsam mit dem Anbau breiter Zwingeranlagen an die Wehrmauern.
Lage
Im nordöstlichen Teil der Altstadt gelegen, bot das Friesacher Tor Zugang zur historischen Handelsroute in Richtung Friesach entlang der Friesacher Straße. Zudem führte der Torturm in die Friesacher Vorstadt.
Abtragung
Das Friesacher Tor stand noch bis ins Jahr 1869.
Zwischen 1851 und 1890 wurden alle vier befestigten Tore – darunter auch das Friesacher Tor – im Zuge der städtischen Erweiterung und zur Bewältigung des zunehmenden Verkehrsaufkommens abgetragen. Auch wenn die Tore heute nicht mehr existieren, sind mehrere Abschnitte der ursprünglichen Stadtmauer bis heute erhalten und stehen unter Denkmalschutz. Insgesamt sind mehr als 1.000 Meter der Mauer erhalten geblieben.


Text auf der Standorttafel
Die Stadtmauer, belegt seit 1228 wurde zum Schutze der Bewohner von Hauptplatz und Unterem Platz errichtet. Ein Zutritt zur Stadt war nur über die 4 Stadttore möglich. In der Zeit zwischen 1472 und 1492 griffen Türken und Ungarn die Stadt vergeblich an.


Himmelsrichtungen der vier befestigten Tore
Das Friesacher Tor war nach Nordosten (NO) ausgerichtet.
Das Klagenfurter Tor war nach Südosten (SO) ausgerichtet.
Das Villacher Tor war nach Südwesten (SW) ausgerichtet.
Das Weitensfelder Tor war nach Nordwesten (NW) ausgerichtet.
