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Mailänderhof

Geschichte und Lage

Der Mailänderhof ist ein Ansitz bzw. landtäfliches Gut, das Ende des 18.Jahrhunderts erbaut wurde und heute noch bewohnt ist. Er befindet sich in der Friesacher Vorstadt, dem historischen Gebiet östlich außerhalb der Altstadt. Bereits 1428 als „Friesacher Ort“ erwähnt, entwickelte sich diese Vorstadt entlang der Friesacher Straße. Der Mailänderhof war eines der wenigen Gebäude zusammen mit Hofnamen wie Ranftlhof, Kölnhof, Schönmühle etc.

Im 19.Jahrhundert war der Hof Teil dieser Vorstadt-Siedlung mit einigen vereinzelten Gebäuden außerhalb der Stadtmauern.

Architektur und Besonderheiten

Als Ansitz im Stil eines spätbarocken Landguts präsentiert sich der Mailänderhof mit zweigeschossiger Gliederung, gartenseitigem Eingangsportal und betontem Fenster-Rhythmus – typisch für gehobene ländliche Architektur seiner Zeit.

Interessantes Detail an der Fassade: eine liebevoll geformte Fenstergucker-Figur, ein kleiner plastischer Kopf, der aus einem der oberen Fenster herausschaut. Dieses lokale Kunstwerk gilt als echter Hingucker und wurde im Rahmen der „Juwelen der Kulturlandschaft“-Präsentation besonders hervorgehoben.

Vor dem Haupthaus steht ein klassizistischer Bildstock (kleines Andachts-Kreuz oder Säulchen mit Nische), der harmonisch zum Gesamtbild des Hofes passt.

Umfeld und Bedeutung

Der Mailänderhof war – und ist – ein Blickfang in der Friesacher Vorstadt, die damals eher ländlich geprägt war. Der Hof symbolisiert den frühen Vorstadtcharakter als eine Ansammlung von ländlichen Adelshöfen und Gehöften entlang der Straßen vor den Stadttoren.

Heute zählt der Hof zu den denkmalgeschützten Bauwerken von St. Veit und trägt zum historischen Ensemble außerhalb der Kernstadt bei. Besonders die Fenstergucker-Skulptur wird immer wieder in Publikationen und Stadtführungen erwähnt.

Zusammenfassung

Zeitstellung

Ende 18. Jh., Landgut/Ansitz

Lage

Friesacher Vorstadt, östlich der Stadtmauer

Architektur

Zweigeschossiger Ansitz im spätbarocken Stil mit klassischer Fassadenstruktur

Besonderheiten

Fenstergucker-Skulptur, klassizistischer Bildstock

Bedeutung

Beispiel für siedlungsgeschichtliche Entwicklung der Vorstadt, heute Denkmal

Historische Fotografie
Bildquelle: Archiv der Stadtgemeinde St. Veit an der Glan

Ansicht Richtung Südwesten
„Mailänderhof“ beschriftet
Künstlerische Arbeit (1840)