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Oktoberplatz und das 10.-Oktober-Denkmal

Das 10.-Oktober-Denkmal am Oktoberplatz erinnert an die Kärntner Volksabstimmung vom 10. Oktober 1920, bei der sich die Bevölkerung im südlichen Kärnten mehrheitlich für den Verbleib bei Österreich entschied. Gleichzeitig gedenkt es all jener, die im Kärntner Abwehrkampf ihr Leben für die Einheit der Region ließen.

Am 15. Juni 1986 wurde das Denkmal im Rahmen einer großen Feier mit über 120 teilnehmenden Vereinen und Verbänden aus ganz Kärnten feierlich eingeweiht.

Der etwa zwölf Tonnen schwere Gedenkstein besteht aus Krastaler Marmor, der im Krastaltal in Kärnten abgebaut wird.

Die Inschrift lautet:
„Zum Gedenken an die Opfer des Kärntner Abwehrkampfes und an die Entscheidung der Bevölkerung für ein freies, österreichisches Kärnten am 10. Oktober 1920.“

Im Jahr 1996 wurde das Denkmal um zwei zusätzliche Tafeln ergänzt. Darauf sind die Namen jener St. Veiter vermerkt, die im Abwehrkampf ihr Leben verloren haben.

Das Denkmal steht am Oktoberplatz und ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch Schauplatz der jährlichen Gedenkveranstaltungen rund um den 10. Oktober – mit Fackelzügen, Ansprachen, Musik und Beteiligung zahlreicher lokaler Gruppen und Schulen.

Historische Fotografien
Bildquelle: Archiv der Stadtgemeinde St. Veit an der Glan

Darstellung des Villacher Torsturms mit dem vorgelagerten Platz

Handretusche auf Fotografie, um 1890

Nach der Kärntner Volksabstimmung des Jahres 1920 wurde der große Platz vor dem Villacher Torsturm in 10. Oktoberplatz benannt.

Gedenkbrunnen, der einst am 10.-Oktober-Platz stand
Fotografiert um 1966

Errichtung und Enthüllung (1963): Der Brunnen wurde Ende Oktober 1963 auf dem Oktoberplatz feierlich übergeben. Entworfen wurde er vom Kärntner Bildhauer Hubert Wilfan (damals wohnhaft in Wien) und war allgemein als Wilfan-Brunnen bekannt. Zeitgenössische Berichte erwähnen als zentrales Motiv einen Reiher.

Abbau bei Neugestaltung des Platzes: Im Zuge einer späteren Neugestaltung des Platzes (vor 2008) wurde das Denkmal in seine Einzelteile zerlegt; einige Elemente wurden weiterverwendet, andere sind verschwunden.

Laut einem ausführlichen Lokalbericht blieben zwei Teile in der Stadt erhalten:
–  die Reiherfigur wurde im kleinen Sudetendeutschen Park an der südlichen Stadtmauer aufgestellt,
–  das Becken fand seinen Platz im Rosengarten.

Die großen Steinblöcke und Bögen konnten nicht mehr aufgefunden werden und gelten als verloren.