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Borghi Stöckl
Ein Ort voller Geheimnisse und Erinnerungen

Die Bauparzelle 188, seit Langem als „Borghi-Stöckl“ und „Lazarett“ bekannt, ist von einer besonderen Aura umgeben. Eine alte Überlieferung erzählt, dass der erste Borghi als einfacher Maurergeselle nach St. Veit kam. Beim Abtragen eines alten Kachelofens im ehrwürdigen Findenig-Haus stieß er auf einen verborgenen Münzschatz. Heimlich nahm er seinen Fund an sich, kehrte vorerst in seine venezianische Heimat zurück – und erwarb kurz darauf das gesamte Anwesen. 

Der schlichte Zubau, später „Lazarett“ genannt, erhielt im 18. Jahrhundert eine ernste Bedeutung. St. Veit war damals Garnisonsstadt; hier wurden österreichische Soldaten untergebracht, aber auch preußische Kriegsgefangene. Das Sterbebuch der Stadtpfarre belegt, dass mancher tapfere Grenadier hier seine Krankheit nicht überstand und fern der schlesischen Heimat verstarb.

Architektonische Merkmale und traditionelle Holzarbeiten

Fachwerk
An der südwestlichen Gebäudeecke ist traditionelles Fachwerk deutlich erkennbar.

Holzstreben
Gebogene Holzstreben verleihen konstruktive Stabilität und fügen zugleich dekorative Details hinzu.

Traditionelle Holzarbeiten
Die Gefache zeigen traditionelle Holzschnitzereien mit kreisförmigen und sanft geschwungenen geometrischen Mustern.

Fenster
Hohe Fenster lassen reichlich Licht in das Innere strömen.

Dach
Auf dem Walmdach befinden sich markante Ziegelkamine.

Sonnenuhr
An der Südfassade erinnert eine Sonnenuhr an frühere Methoden der Zeitmessung.

Imitationsquader
An der südöstlichen Gebäudeecke sind Imitationsquader angebracht, die den Eindruck einer massiven Mauerwerkskonstruktion vermitteln.